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Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten in den Amazon-Werken zum Streik aufgerufen. Arbeitnehmer, die auf bessere Löhne drängen, haben den Arbeitsstopp zeitlich mit einem großen Verkaufstag für den Online-Händler zusammenfallen lassen. Die Beschäftigten der Fluggesellschaften in Deutschland müssen ihre eigene Situation im Kontext des wachsenden Klassenkampfes auf der ganzen Welt sehen und sich einer sozialistischen Perspektive zuwenden. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiterklasse dürfen nicht länger den Profitinteressen der Firmeninhaber untergeordnet werden. Bereits in den 1990er Jahren wurden Gespräche über eine engere Zusammenarbeit zwischen deutschen Gewerkschaften geführt. An den Verhandlungen waren nicht nur die künftigen Gründungspartner von Verdi beteiligt, sondern auch die ehemalige Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner (GdED), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Verdi drängt seit mehr als sechs Jahren auf bessere Löhne für die Beschäftigten im Unternehmen. Die Gewerkschaft will auch einen Tarifvertrag, wie es im Einzel- und Versandhandel üblich ist. Die meisten Verdi-Mitglieder sahen das offensichtlich anders. Ende Januar waren viele Verdi-Mitglieder mit dem Ergebnis der Vertragsverhandlungen unzufrieden.

Vor allem die Aufrechterhaltung ungleicher Löhne in Ost- und Westdeutschland und die ungleiche Lohnentwicklung zwischen den verschiedenen Berufsgruppen sorgten für Unzufriedenheit. Auf Mitgliederversammlungen versuchte Verdi erfolglos, die Beschäftigten zur Annahme des Tarifvertrags zu drängen. Doch ein genauerer Blick auf den nun abgelehnten Vertrag zeigt, dass diese Forderung, wenn sie nach Verdi geht, in drei Jahren nicht umgesetzt werden würde. Stattdessen wollen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband in den nächsten drei Jahren organisatorische Veränderungen zum Nachteil der Arbeitnehmer in weitere Tarifverträge einbringen. Nachdem die GEW den Fusionsprozess verlassen hatte, einigten sich die Chefs von DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV im Juni 1999 in Magdeburg auf die Fusion. Im Herbst desselben Jahres eröffneten sie ein gemeinsames Büro in Berlin, und im November 1999 hielten die Delegierten der fünf Gewerkschaften außerordentliche Gewerkschaftskonferenzen ab, auf denen sie sich auf die Gründung einer Übergangsorganisation (GO-ver.di) verständigten. [6] Verdi setzt sich dafür ein, tariflich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu sichern und zu gestalten. [47] In der Vergangenheit plädierte Verdi mehrfach für die Aufrechterhaltung der Tarifeinheit und behauptete, sie unterstütze die Durchsetzungskraft des Personals und die Akzeptanz von Tarifverhandlungen. [48] Verdi wies alle Versuche zurück, das Streikrecht der Beschäftigten zu ändern, und kündigte an, gegen entsprechende gesetzliche Beschränkungen vorgehen zu wollen, auch wenn es fälle vor dem Bundesverfassungsgericht einleiten werde. [49] [50] Im Rahmen der Tarifpolitik setzt Verdi vor allem auf die Gleichstellung von Männern und Frauen. [51] Gender Mainstreaming spielt zusätzlich eine Rolle, wenn es um die Zusammensetzung des gewerkschaftseigenen Vorstands geht.

[52] Ein weiteres Ziel der Tarifpolitik von Verdi ist es, Löhne und Renten in den alten und neuen Bundesländern in Einklang zu bringen. [53] [54] Verdi wurde im März 2001 durch den Zusammenschluss von fünf Einzelgewerkschaften gegründet, die alle, mit Der DAG, zuvor dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angehörten: Verdi betreibt bundesweit eine Reihe von Bildungszentren, die den Erfahrungs- und Sachaustausch zwischen ihren Mitgliedern unterstützen sollen. Diese Dienstleistungen richten sich insbesondere, aber nicht ausschließlich, an aktive Betriebsräte.

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